Das Rauschen – Phänomen und Ästhetik

Die Diplomarbeit “Das Rauschen – Phänomen und Ästhetik” beschäftigt sich mit dem meist als Störung empfundenen Phänomen des Rauschens. In der Informationstheorie wird das Rauschen als fester Bestandteil jeder Information gesehen, je nach Stärke des Rauschens kann sie jedoch noch entschlüsselt werden. In unserer heutigen Informationsgesellschaft werden die Informationen selbst, durch ihre Masse,  zunehmend zu einem überwältigenden Rauschen. Um diesem Phänomen nicht hilflos gegenüber zu stehen geht die Theoriearbeit dem Rauschen auf den Grund, um dann Strategien für die ästhetische Nutzung des Rauschens zu erforschen.Die Arbeit begreift das Rauschen nicht als ungewollte Störung, sondern beschäftigt sich mit dem Ästhetischen Potential der Überlagerung, der De- und der Rekonstruktion sowie der Simultanität. Dadurch wird die vermeintliche Störung zum Material, welches sich gestalterisch nutzen lässt.Zur Veranschaulichung der theoretischen Überlegungen entstanden zwei Videoclips. Das erste ist eine zweiminütige Animation, die durch zwei simple Befehle (schärfen und vergrößern) und wiederholtem abspeichern aus einem Digitalfoto in Photoshop generiert wurde. Das zweite Video ist eine Komposition aus Bildfehlern die von VHS-Kasetten digital eingelesen wurden. Hier wurde ein adäquates Material gefunden um dem musikalischen Rauschen auf der visuellen Ebene zu begegnen. Begleitend dazu gab es eine Ausstellung in der POW Galerie in Hamburg (R.I.P.), bestehend aus einer Installation, Fotos und Plakaten.

Photos der Installation: Jakob Börner